Englische Zitate gehören in fast jeder deutschen Hausarbeit zum wissenschaftlichen Standard – egal ob in BWL, Sozialwissenschaften, Psychologie oder Naturwissenschaften. Internationale Forschung wird überwiegend auf Englisch publiziert, und genau diese Quellen erwarten viele Lehrstühle in deiner Argumentation. Die Frage ist also nicht ob, sondern wie du englische Zitate korrekt einbindest.
In diesem Leitfaden zeigen wir dir, wann du englische Zitate übernimmst, wann du übersetzt und wie du sie nach APA, Harvard und Chicago sauber belegst – ohne Plagiatsrisiko und mit voller Glaubwürdigkeit.
Warum korrektes Zitieren in der Hausarbeit so wichtig ist
Beim wissenschaftlichen Arbeiten geht es nicht nur darum, Inhalte zu liefern – sondern transparent zu zeigen, woher dein Wissen stammt. Korrektes Zitieren erfüllt drei Funktionen: Es schützt dich vor Plagiatsvorwürfen, würdigt die Arbeit anderer Autorinnen und Autoren und macht deine Argumentation für die Prüfenden überprüfbar.
Gerade bei englischen Quellen lauern dabei zwei typische Stolperfallen: das wörtliche Übernehmen von Originalpassagen ohne sauberen Beleg und das ungekennzeichnete Übersetzen englischer Inhalte ins Deutsche. Beides gilt offiziell als Plagiat – auch dann, wenn du die Quelle in der Literaturliste nennst.
Direkte vs. indirekte Zitate – der Unterschied
- Direktes Zitat: Du übernimmst den Originalwortlaut wörtlich und setzt ihn in Anführungszeichen. Originalsprache und Originalquelle werden eindeutig sichtbar.
- Indirektes Zitat (Paraphrase): Du formulierst die Aussage eines Autors in eigenen Worten, ohne Anführungszeichen, aber mit klarem Quellenverweis.
Bei englischen Originalquellen kannst du beides nutzen – wichtig ist nur, dass die Methodik konsistent bleibt: Wenn du dich für eine Zitierweise entscheidest (z. B. APA), wendest du sie in der gesamten Arbeit gleich an.
Englische Zitate in deutschen Hausarbeiten: Wann zitieren, wann übersetzen?
Die Grundregel lautet: Bei direkten Zitaten bleibt der englische Originalwortlaut erhalten. Englische Originalformulierungen behalten ihre Genauigkeit – jede Übersetzung wäre bereits Interpretation.
Übersetzungen kommen ins Spiel, wenn:
- du paraphrasierst und das Argument im Fließtext auf Deutsch wiedergibst,
- du sehr lange englische Passagen in deutschen Fließtext einbettest und die Lesbarkeit darunter leiden würde,
- oder dein Lehrstuhl ausdrücklich übersetzte Zitate verlangt.
Wichtig: Wenn du ein englisches Zitat selbst übersetzt, musst du das kenntlich machen – meist mit dem Zusatz „eigene Übersetzung" hinter der Quellenangabe. Oft wird zusätzlich das englische Original in einer Fußnote aufgeführt.
So bindest du englische Zitate sprachlich sauber ein
- Kurze direkte Zitate (bis ca. 40 Wörter): in doppelten Anführungszeichen direkt im Fließtext, mit Quellenverweis.
- Lange direkte Zitate (über ca. 40 Wörter): als Blockzitat eingerückt, ohne Anführungszeichen, mit Quellenverweis am Ende.
- Auslassungen: mit eckigen Klammern und drei Punkten – also
[...]– kennzeichnen. - Eigene Ergänzungen: ebenfalls in eckige Klammern, z. B.
[Anm. d. Verf.].



