Ob deine Arbeit empirisch ist
Dokumentenanalyse oder literaturbasierte Arbeit - Was ist der Unterschied?
Eine literaturbasierte Arbeit nutzt wissenschaftliche Literatur, um ein Thema theoretisch zu erklären, Forschungsstände zu vergleichen oder Argumente mit Quellen zu belegen. Die Literatur ist dabei Grundlage der Argumentation, aber nicht selbst das empirische Untersuchungsmaterial.
Eine Dokumentenanalyse behandelt Dokumente dagegen als Datenmaterial. Du analysierst zum Beispiel Presseartikel, Verträge, Protokolle, Gesetzestexte, Webseiten, Fallakten oder Unternehmensdokumente systematisch nach Kriterien, Kategorien, Mustern oder Veränderungen.
Kurz gesagt: Wenn du Literatur nutzt, um deine Arbeit zu begründen, ist sie meistens literaturbasiert. Wenn du Dokumente selbst methodisch auswertest, ist es eher eine Dokumentenanalyse.
Die erste Entscheidung steuert den weiteren Workflow. Wenn du einen empirischen Teil planst, öffnet StudyTexter zusätzliche Felder für Methodik, Designbeschreibung und empirische Unterlagen. Später erscheint dann auch der Schritt Empirische Daten.
Wenn du keinen empirischen Teil auswählst, wird dieser zusätzliche Daten-Schritt übersprungen. Das ist richtig für klassische Literaturarbeiten, bei denen keine eigenen Daten, Simulationen, Dokumentenanalysen oder empirischen Materialien verarbeitet werden.
Welchen methodischen Zugang du auswählst
Im Bereich Methodischer Zugang ordnest du deine empirische Arbeit grob ein. Das ist kein kleines Detail: Diese Auswahl bestimmt, welche Logik StudyTexter für Erhebung, Material, Analyse und spätere Ergebnisdarstellung erwartet.
Umfragen & Interviews

Wann es sinnvoll ist
Dieser Zugang passt, wenn deine empirische Grundlage aus Befragungen von Personen besteht. Dazu gehören standardisierte Umfragen, leitfadengestützte Interviews, Fokusgruppen oder eine Kombination aus quantitativen und qualitativen Daten.
Achte besonders darauf, ob StudyTexter eher Fragebogen, Interviewleitfaden, Transkripte, Fragebogen-Ergebnisse oder eine Ergebnisanalyse vorbereiten soll.
Umfragen-/Interview-Typ kurz einordnen
Umfrage (quantitativ)
Sinnvoll, wenn du viele Personen mit denselben Fragen befragst und Häufigkeiten, Mittelwerte oder Zusammenhänge auswerten möchtest.
Interviews / Fokusgruppe
Sinnvoll, wenn du Erfahrungen, Motive, Begründungen oder Sichtweisen genauer verstehen möchtest.
Mixed Methods
Sinnvoll, wenn du Zahlen und offene Antworten kombinierst, zum Beispiel eine Umfrage mit vertiefenden Interviews.
Beispiele und typische Unterlagen
Typische Situationen
Du möchtest wissen, wie Personen ein Thema einschätzen, welche Erfahrungen sie gemacht haben oder wie häufig bestimmte Antworten auftreten. Das passt etwa bei Kundenzufriedenheit, Mitarbeiterbefragungen, Expert:inneninterviews, Fokusgruppen oder Umfragen unter Studierenden.
Beispielthemen
- Wie bewerten Mitarbeitende hybride Arbeit?
- Welche Faktoren beeinflussen Kaufentscheidungen in einem Online-Shop?
- Wie erleben Lehrkräfte den Einsatz von KI im Unterricht?
- Welche Erwartungen haben Kund:innen an nachhaltige Verpackungen?
Unterlagen, die nötig sein könnten
Fragebogen, Interviewleitfaden, Einwilligungserklärung, Transkripte, Fragebogen-Ergebnisse, Codebuch, Kategoriensystem, Ergebnisanalyse oder Rohdatenexport aus einem Umfragetool.
Experimente & Beobachtungen

Wann es sinnvoll ist
Dieser Zugang ist für Arbeiten gedacht, in denen Daten unter bestimmten Bedingungen erzeugt oder beobachtet werden. Beispiele sind Experimente, Simulationen, Beobachtungsstudien oder kontrollierte Vergleiche.
Wichtig sind hier Angaben zu Bedingungen, Variablen, Auswertungslogik und erwarteten Ergebnissen. Wenn StudyTexter Daten simulieren soll, sollte die Beschreibung klar sagen, welche Szenarien, Störfaktoren oder Vergleichsgruppen relevant sind.
Beispiele und typische Unterlagen
Typische Situationen
Du vergleichst Bedingungen, beobachtest Verhalten, wertest Messwerte aus oder simulierst Daten, um Methoden, Gruppen oder Szenarien kontrolliert zu prüfen.
Beispielthemen und Fallanwendungen
- A/B-Test: Welche Landingpage-Variante führt zu mehr Anmeldungen?
- Beobachtung: Wie bewegen sich Kund:innen durch eine Verkaufsfläche?
- Simulation: Wie robust sind Regressionsmodelle bei Ausreißern?
- Feldexperiment: Wie verändert ein Reminder die Rücklaufquote?
Unterlagen, die nötig sein könnten
Experimentdesign, Beobachtungsprotokoll, Rohdaten, Messwerte, Simulationsskript, Variablenbeschreibung, Auswertungstabellen, Ergebnisanalyse oder Anhänge mit Versuchsaufbau.
Dokumentenanalyse

Wann es sinnvoll ist
Bei der Dokumentenanalyse steht nicht die Befragung von Personen im Mittelpunkt, sondern die Auswertung vorhandener Materialien. Die App weist deshalb darauf hin, dass die zu analysierenden Dokumente als Rohdaten bzw. Primärdokumente vorliegen sollten.
Optional hilfreich sind Kategoriensysteme, Auswertungsraster, Leitfäden oder andere methodische Vorlagen. Sie geben der KI mehr Orientierung, wie die Dokumente später analysiert werden sollen.
Beispiele und typische Unterlagen
Typische Situationen
Du analysierst Dokumente nicht nur als Quellen, sondern als Untersuchungsgegenstand. Wichtig ist dann, nach welchen Kriterien du sie vergleichst, codierst oder auswertest.
Beispielthemen und Fallanwendungen
- Wie stellen Parteien Klimapolitik in Wahlprogrammen dar?
- Welche Muster zeigen Beschwerden in Support-Tickets?
- Wie verändern sich Nachhaltigkeitsberichte über mehrere Jahre?
- Welche Argumentationsmuster nutzen Zeitungsartikel zu einem Konflikt?
Unterlagen, die nötig sein könnten
Primärdokumente, Rohdaten, Kategoriensystem, Auswertungsraster, Codierleitfaden, Fallmaterial, Dokumentensammlung, Ergebnisanalyse oder Notizen zur Auswahl der untersuchten Dokumente.
Wie du die Kurzbeschreibung prüfst
Die Kurzbeschreibung ist der wichtigste Textblock in diesem Schritt. Dort fasst StudyTexter Datenquelle, Erhebung, Analyse und erwartete Ergebnisse zusammen. Lies diesen Text bewusst nicht nur oberflächlich: Er wird später zur Grundlage für Methodik, empirische Unterlagen und ggf. simulierte oder vorbereitete Daten.
Wenn wichtige Informationen für das empirische Design fehlen, kann StudyTexter diese automatisch ergänzen oder simulieren. Prüfe deshalb, ob das wirklich zu deiner Arbeit passt.
- Datenquelle: Ist klar, woher die Daten, Dokumente, Antworten oder Simulationswerte stammen?
- Datenerhebung: Ist beschrieben, wie die Daten erhoben, erzeugt, beobachtet oder zusammengestellt werden?
- Analyse: Ist erkennbar, welche Auswertungslogik, Methode oder Vergleichsperspektive verwendet wird?
- Erwartete Ergebnisse: Passen Annahmen und Zielrichtung zur Forschungsfrage deiner Arbeit?
Wenn du noch keine echten Daten hast
Das ist nicht automatisch ein Problem. StudyTexter kann je nach Projekt mit geplanten, simulierten oder später zu prüfenden Daten arbeiten. Wichtig ist aber, dass du klar machst, was real vorliegt, was noch geplant ist und was simuliert werden darf.
Wie du deine eigenen Unterlagen nutzt
Wenn du bereits eigene empirische Unterlagen hast, solltest du sie zuerst im Schritt Datei-Upload hochladen und dort richtig markieren. Erst danach kannst du sie im Schritt Empirische Methodik gezielt mit einer empirischen Unterlage verknüpfen.
1. Im Datei-Upload hochladen
Lade deine empirischen Dateien im Schritt Datei-Upload hoch. Wähle als Dateityp Anhang & empirisches Material, wenn die Datei als Datengrundlage, Anlage oder empirisches Material genutzt werden soll.
Du kannst empirische Dateien auch nachträglich im Schritt Datei-Upload ergänzen. Speichere die Änderungen dort mit Speichern und klicke anschließend im Schritt Empirische Methodik auf Neu generieren. Dann werden die Felder in diesem Schritt anhand der neuen Dokumente und Informationen noch einmal neu vorbereitet.
Nutze das Feld Beschreibung/Notizen, um die Rolle der Datei zu erklären: Was enthält sie? Wie wurde sie erhoben? Soll sie ausgewertet, nur angehängt oder als Grundlage für eine Unterlage verwendet werden?
- Transkript hochladen und als Anhang & empirisches Material markieren
- Umfrageexport oder CSV-Datei als empirisches Material markieren
- Fragebogen, Interviewleitfaden oder Kategoriensystem hochladen
- In den Notizen erklären, welche Datei welche Funktion hat
2. In Empirische Methodik verknüpfen
Gehe danach zurück in den Schritt Empirische Methodik. Öffne im Bereich Empirische Unterlagen die passende Unterlage oder füge eine neue Unterlage hinzu. Wähle den passenden Dokumententyp, zum Beispiel Transkript, Rohdaten, Fragebogen, Interviewleitfaden oder Ergebnisanalyse.
Im Feld Verknüpfter Upload wählst du anschließend die Datei aus, die du zuvor hochgeladen hast. So versteht StudyTexter, dass diese konkrete Datei zu dieser empirischen Unterlage gehört.
Beispiel: Interviewstudie mit eigenen Transkripten
Im Schritt Datei-Upload lädst du deine Interviewtranskripte hoch und markierst sie als Anhang & empirisches Material. In die Notizen schreibst du zum Beispiel: „Transkripte von 6 Expert:inneninterviews, anonymisiert, sollen qualitativ ausgewertet werden.“
Im Schritt Empirische Methodik wählst du dann den methodischen Zugang Umfragen & Interviews, legst eine Unterlage vom Typ Transkript an und verknüpfst dort den passenden Upload.
3. Danach prüfen
Prüfe anschließend, ob Name, Dokumententyp, Notizen, Anhang-Haken, Generieren/Simulieren-Haken und verknüpfter Upload zusammenpassen. Wenn eine echte Datei vorliegt, sollte sie verknüpft sein. Wenn StudyTexter eine Unterlage erst erstellen soll, kann die Option Unterlage generieren/simulieren sinnvoll sein.
Welche empirischen Unterlagen wichtig sind
Unter Empirische Unterlagen legst du fest, welche Dateien oder Anhänge für den empirischen Teil benötigt werden. Einige Unterlagen können aus vorhandenen Uploads verknüpft werden, andere kann StudyTexter generieren oder simulieren.
Wenn deine Hochschule eine feste Reihenfolge für Anhänge erwartet, solltest du die Einträge hier entsprechend sortieren. Typisch ist zum Beispiel: Einwilligungserklärung, Fragebogen oder Leitfaden, Rohdaten bzw. Ergebnisse, danach Auswertung oder Ergebnisanalyse.

Was unter Sonstiges fallen kann
Nutze Sonstiges für empirische Begleitdateien, die wichtig für Kontext oder Nachvollziehbarkeit sind, aber kein Erhebungsinstrument, keine erhobenen Daten und keine Auswertung sind.
- Fotos vom Versuchsaufbau, Raum oder Material
- Screenshots von Tool-Einstellungen oder Plattform-Setups
- Genehmigungen, Ethikfreigaben oder Feldzugang-Nachweise
- Rekrutierungsunterlagen wie Einladung, Aushang oder Flyer
- Informationsblatt oder Debriefing-Text für Teilnehmende
- Stimulusmaterial wie Bilder, Texte, Videos oder Szenarien
- ergänzende Grafiken, Lagepläne oder Ablaufskizzen
- technische Dokumentation zur Erhebung oder zum Export
Faustregel: Wenn die Datei erklärt, belegt oder dokumentiert, wie deine Empirie zustande kam, aber nicht selbst die Daten oder Auswertung ist, passt sie meistens in Sonstiges.
Notizen / Kontext gezielt nutzen
Schreibe in die Notizen, welche Rolle die Unterlage hat, was StudyTexter damit machen soll und worauf die KI besonders achten muss. Bei Rohdaten können das Spalten, Variablen, Auswertungslogik oder Anonymisierung sein. Bei Leitfäden können es Themenblöcke, Pflichtfragen oder methodische Vorgaben sein.
Name
Notizen / Kontext
Informationen zur anonymen Datenverarbeitung gemäß DSGVO für die Umfrageteilnehmer:innen. Erwähne dieses Dokument bitte nur rudimentär im Fließtext. Es soll keinen starken inhaltlichen Fokus haben.
Wann du einen vorhandenen Upload verknüpfen solltest
Verknüpfe einen Upload, wenn die passende Datei bereits im Schritt Datei-Upload hochgeladen wurde. Das ist sinnvoll für echte Transkripte, Datensätze, Fragebögen, Interviewleitfäden, Rohdokumente oder vorhandene Ergebnisdateien. Wenn keine Datei vorliegt, kann die Unterlage je nach Typ als generiert oder simuliert markiert bleiben.
Wie StudyTexter diese Angaben nutzt
StudyTexter nutzt diesen Schritt, um den empirischen Teil deiner Arbeit methodisch einzuordnen. Die Angaben bestimmen, welche Unterlagen vorbereitet werden, wie der Methodikteil formuliert wird und was im weiteren Verlauf noch geprüft werden muss.
- Empirie Ja/Nein entscheidet, ob der Schritt Empirische Daten später angezeigt wird.
- Methodischer Zugang gibt vor, ob StudyTexter eher Befragungen, Experimente, Beobachtungen, Simulationen oder Dokumentenanalysen erwartet.
- Kurzbeschreibung wird zur Grundlage für Datenquelle, Erhebung, Analyse und erwartete Ergebnisse.
- Empirische Unterlagen steuern, was im Anhang erscheint, was generiert oder simuliert wird und welche Uploads als Datengrundlage dienen.
Abschluss-Checkliste
Bevor du den Schritt abschließt, prüfe noch einmal die wichtigsten Entscheidungen. Diese kurze Liste hilft dir vor allem dann, wenn du eigene empirische Dateien hochgeladen oder nachträglich ergänzt hast.
Speichern nicht vergessen!
Wenn du Änderungen vorgenommen hast, fixiere sie mit dem Speichern-Button, bevor du zum nächsten Schritt weitergehst.
