1. Verstehe, was ein Konzept wirklich ist
- Das Konzept ist der Bauplan deiner Diplomarbeit – meist 3–5 Seiten lang.
- Es enthält Thema, Problemstellung, Forschungsfrage, Methodik, Gliederung, Zeitplan und erste Literaturhinweise.
- Vorteil: Du erkennst mögliche Schwächen früh, sparst später Zeit und zeigst deinem Betreuer, dass dein Projekt realistisch ist.
Passe dein Konzept von Anfang an gezielt auf die Besonderheiten deines Studienfachs an.
- In Geschichte solltest du z. B. eine klare Quellenkritik einbauen: Welche Quellen nutzt du, wie zuverlässig sind sie, und wie ordnest du sie in den historischen Kontext ein?
- In Politikwissenschaften ist es sinnvoll, einen Theorienvergleich zu integrieren: Stelle dar, auf welchen politischen Theorien oder Modellen du deine Arbeit stützt und warum gerade diese passend sind.
- In Sozialwissenschaften kannst du bereits im Konzept den geplanten Methodenmix skizzieren – etwa qualitative Interviews kombiniert mit statistischen Auswertungen – um die Tiefe deiner Analyse zu zeigen.
So wird dein Konzept nicht nur formell korrekt, sondern zeigt von Anfang an, dass du fachlich sattelfest bist und die spezifischen Erwartungen deines Fachbereichs kennst.
2. Diese Bestandteile dürfen nicht fehlen
Hier die wichtigsten Punkte, die dein Konzept abdecken sollte – ideal als Checkliste:
3. Beispiel für ein Diplomarbeits-Konzept (Sozialwissenschaften)
Titel: „Auswirkungen von Homeoffice auf die soziale Interaktion innerhalb von Unternehmen – Eine qualitative Studie in mittelständischen Betrieben“
Problemstellung: Die zunehmende Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Homeoffice verändert die Kommunikations- und Interaktionsmuster in Unternehmen. Unklar ist, wie sich diese Veränderungen langfristig auf Teamdynamik und soziale Bindungen auswirken.
Forschungsfrage:
Wie beeinflusst die Arbeit im Homeoffice die sozialen Beziehungen zwischen Mitarbeitern in mittelständischen Unternehmen?
Methodik:
Qualitative Interviews mit Angestellten und Führungskräften aus drei mittelständischen Unternehmen + Auswertung nach der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring.
Gliederung:
- Einleitung
- Theoretischer Rahmen (Theorien sozialer Interaktion, Organisationssoziologie)
- Methodisches Vorgehen
- Ergebnisse der Interviews
- Diskussion und Vergleich mit bestehenden Studien
- Fazit und Handlungsempfehlungen
Zeitplan:
- Literaturrecherche: 3 Wochen
- Interviewphase: 4 Wochen
- Auswertung & Schreiben: 6 Wochen
Literaturbasis:
Fachartikel und Studien zu Homeoffice, sozialer Interaktion und Organisationssoziologie (APA-Format).