1. Was gehört ins Fazit? – Dein Ergebnis klar auf den Punkt
- Beantworte präzise die Forschungsfrage(n), die du zu Beginn gestellt hast.
- Fasse die zentralen Erkenntnisse deiner Arbeit in eigenen Worten zusammen – keine Wiederholung des Hauptteils!
- Ordne deine Ergebnisse in den Forschungskontext ein. Zeige also: Warum sind deine Erkenntnisse relevant?
- Gib einen Ausblick auf offene Fragen, Einschränkungen oder mögliche Anschlussforschung.
- Abschluss-Tipp: Der letzte Satz soll hängen bleiben – ruhig etwas selbstbewusst, aber sachlich formuliert.
2. Struktur des Fazits – Diese Reihenfolge funktioniert
- Damit dein Fazit stimmig wirkt, hilft dir eine klare innere Struktur:
- Überleitungssatz zum Schlusskapitel
- Zusammenfassung der Ergebnisse (knapp, aber aussagekräftig)
- Beantwortung der Forschungsfrage
- Einordnung deiner Resultate in den Kontext der Fachliteratur
- Ausblick auf zukünftige Forschung oder gesellschaftliche Relevanz
- Abschlusssatz mit Wirkung – ein Gedanke, der bleibt
- Diese Struktur hilft dir, alles Wichtige abzudecken – ohne lang zu überlegen, was du noch schreiben musst.
Checkliste: Aufbau deines Fazits – 6 Schritte zum perfekten Schluss deiner wissenschaftlichen Arbeit
Schritt-für-Schritt-Anleitung für dein Fazit:
1. Überleitung zum Fazit schaffen
▢ Du hast einen klaren Einstieg ins Schlusskapitel formuliert (z. B. „Abschließend lässt sich sagen, dass…“)?
▢ Der Übergang ist sprachlich stimmig und leitet ohne Bruch vom Hauptteil zum Fazit über?
2. Wichtigste Ergebnisse zusammenfassen
▢ Du hast die zentralen Erkenntnisse deiner Arbeit knapp, aber verständlich dargestellt?
▢ Wiederholungen aus dem Hauptteil hast du vermieden?
3. Forschungsfrage(n) beantwortet
▢ Die ursprüngliche Forschungsfrage aus der Einleitung wurde konkret und deutlich beantwortet?
▢ Die Beantwortung ist logisch aus deinen Ergebnissen abgeleitet?
4. Ergebnisse im Forschungskontext eingeordnet
▢ Du hast gezeigt, wie deine Ergebnisse im wissenschaftlichen Diskurs einzuordnen sind?
▢ Grenzen und Stärken deiner Analyse sind klar benannt?
5. Ausblick gegeben
▢ Du hast mögliche Anschlussfragen, Forschungsdesiderate oder praktische Konsequenzen erwähnt?
▢ Der Ausblick bleibt sachlich und realistisch?
6. Abschlusssatz mit Wirkung formuliert
▢ Dein letzter Satz ist nicht beliebig, sondern rundet deine Arbeit stimmig ab?
▢ Du vermeidest Floskeln und hinterlässt einen professionellen Eindruck?
3. Der passende Sprachstil – Klar, sachlich, selbstbewusst
- Verwende sachliche Formulierungen, keine Ich-Perspektive oder Wertungen.
- Setze typische Fazit-Formulierungen gezielt ein, z. B. „Zusammenfassend lässt sich sagen…“ oder „Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass…“
- Achte auf die Zeitform: Präsens für allgemeine Aussagen, Präteritum für Methoden und eigene Ergebnisse.
- Vermeide Zitate oder neue Literatur – das gehört in den Hauptteil.
- Und ganz wichtig: Dein Fazit soll nicht bescheiden wirken. Zeig ruhig, dass du etwas geschafft hast!
Formulierungshilfen für dein Fazit – Schnell einsetzbare Satzstarter
1. „Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass …“
(Klassischer Einstieg in den Fazitabschnitt)
1. „Die vorliegende Arbeit hat gezeigt, dass …“
(Fokus auf Erkenntnisse und Ergebnisse)
1. „Im Hinblick auf die eingangs formulierte Fragestellung kann festgehalten werden, dass …“
(Klarer Bezug zur Forschungsfrage)
1. „Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass …“
(Vorsichtig interpretierender Schluss)
1. „Im Vergleich zur bisherigen Forschung wird deutlich, dass …“
(Einordnung in wissenschaftlichen Kontext)
1. „Trotz einiger methodischer Einschränkungen …“
(Eleganter Umgang mit Grenzen der Arbeit)
1. „Für die zukünftige Forschung wäre es sinnvoll, …“
(Formulierung eines Ausblicks)
1. „Ein wesentlicher Beitrag dieser Arbeit liegt in …“
(Selbstbewusste Darstellung der eigenen Leistung)
1. „Auf Grundlage der erarbeiteten Ergebnisse lässt sich schließen, dass …“
(Souveräner Übergang zur finalen Schlussfolgerung)
1. „Abschließend bleibt festzuhalten, dass …“
(Letzter Satz mit starkem Schlusspunkt)